Konzept einer Ganztagsschule II
8. Dezember 2006|23:58
Offene Schule: Die Pflichtunterrichtszeit ist mit der konventionellen Halbtagsschule vergleichbar und beschränkt sich in der Regel auf den Vormittag. Das Nachmittagsangebot sowie die Einnahme des Mittagessens sind freiwillig.Gebundenes Modell: Bietet im Sinne der Rhythmisierung des Schulalltags eine, dem Rhythmus des Kindes angepasste, Verteilung von Unterricht und außerschulischer Aktivitäten auf den Vor- und Nachmittag sowie die weitgehende Integration von Übungen und Hausaufgaben in die Unterrichtszeit. Die Teilnahme am Nachmittagsangebot ist in der Regel ganztägig obligatorisch.
Die drei Formen, welche die KMK festgelegt hat, sind in drei Grundkonzepte zu untergliedern. Offene Ganztagsschulen und Ganztagsangebote sind additive Modelle in denen es in erster Linie um eine Hausaufgabenbetreuung und andere Aktivitäten nach dem Unterricht geht, die aber mit der Schule selbst nicht zusammenhängen. Diese Aktivitäten können, wie bereits häufig praktiziert, von Vereinen, Kirchen, Eltern und anderen Institutionen angeboten werde. Die Konzepte einer gebundenen und einer teilweise gebundenen Ganztagschule sind als integrierte Modelle zu verstehen, in denen das Angebot nach der Schule an die schulischen Aktivitäten anknüpft und auch von Lehrern mit geleitet wird. Bei diesen Formen ist jeweils eine hohe Beteiligung der Lehrer gefordert. Sie müssen ihr Berufsverständnis ändern und auch ihre Qualifikationen erweitern. Weiterhin wird dadurch eine Veränderung des Unterrichts mit anders gelegten Schwerpunkten und Richtlinien nötig. Ob das Konzept der Ganztagsschule funktioniert, hängt in jeder Form davon ab, ob die Akteure mitspielen und wie die Umsetzung verläuft.
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